Automatische Tore sind in vielen Wohn- und Gewerbegebieten ein fester Bestandteil. Sie bieten Komfort und Sicherheit, können jedoch gerade für Kinder ein erhöhtes Verletzungsrisiko darstellen. Die neugierige und spielerische Natur von Kindern kann dazu führen, dass sie Gefahren nicht erkennen, die durch automatische Tormechanismen entstehen können. Es ist daher von größter Bedeutung, auf die Sicherheit solcher Tore zu achten und geeignete Schutzvorkehrungen zu treffen.
Gefahrenpotenzial automatischer Tore
Automatische Tore können schwerwiegende Verletzungen verursachen, insbesondere wenn sie nicht mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sind. Die häufigsten Gefahren umfassen das Einklemmen von Körperteilen, Quetschungen und im schlimmsten Fall das Erdrücken, wenn sich das Tor unkontrolliert schließt. Studien zeigen, dass zwischen 2000 und 2023 über 60 schwerwiegende Unfälle, viele davon tödlich, bei Kindern durch automatische Tore verursacht wurden. Zudem kann es vorkommen, dass Kinder versuchen, auf Toren zu „reiten“ oder sich durch sie hindurchzuzwängen, während sie in Bewegung sind.
Wichtige Sicherheitsvorkehrungen
Um solche Unfälle zu verhindern, sollten automatische Tore mit modernen Sicherheitsfunktionen ausgestattet sein. Diese beinhalten unter anderem:
- Fotozellen und Lichtschranken: Diese erkennen Hindernisse im Bereich des Tores und verhindern, dass es sich weiter bewegt, wenn sich eine Person oder ein Objekt im Weg befindet.
- Sicherheitskanten: Sensoren entlang der Torfläche stoppen die Bewegung sofort, wenn sie Druck oder Berührung erkennen.
- Automatischer Rücklauf: Wenn das Tor ein Hindernis erkennt, kehrt es automatisch in die Ausgangsposition zurück, um Quetschungen zu vermeiden.
- Fernbedienungen außer Reichweite aufbewahren: Kinder sollten keinen Zugang zu Steuergeräten haben. Es ist ratsam, diese außerhalb ihrer Reichweite zu lagern oder alternative Steuerungsmethoden wie Tastenfelder oder Smartphone-Apps zu nutzen.
Regelmäßige Wartung und fachgerechte Installation
Die Installation und regelmäßige Wartung durch qualifizierte Fachkräfte ist essenziell. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Sicherheitsmechanismen ordnungsgemäß funktionieren. Wartungsarbeiten sollten mindestens alle sechs Monate erfolgen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Auch sollten alle Torbereiche so gestaltet sein, dass Kinder sich nicht einklemmen oder durch enge Spalten geraten können. Eine professionelle Installation garantiert zudem, dass alle gesetzlichen Sicherheitsstandards wie UL 325 und ASTM F2200 eingehalten werden.
Erziehung und Aufklärung der Kinder
Eltern und Erziehungsberechtigte spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherheit. Kinder sollten über die Gefahren von automatischen Toren aufgeklärt und angehalten werden, niemals in deren Nähe zu spielen. Eine einfache und effektive Maßnahme ist das Einrichten eines separaten Fußgängereingangs, um zu verhindern, dass Kinder sich im Bereich des Haupttores aufhalten.
Fazit
Automatische Tore können sicher sein, wenn sie mit den richtigen Schutzmaßnahmen ausgestattet und regelmäßig gewartet werden. Eltern sollten besondere Vorsicht walten lassen und Kinder über die potenziellen Gefahren aufklären. Professionelle Installation, die richtige Ausstattung mit Sicherheitssensoren und eine bewusste Nutzung des Tors sind der Schlüssel, um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten.



